Prinzessin auf der Erbse - Kuriositäten hochsensibler Haut - Katharina Höricke
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Prinzessin auf der Erbse – Kuriositäten hochsensibler Haut

Als hochsensible Person komme ich mir manchmal eigenartig mit meinen Bedürfnissen vor. Mein Anliegen ist es daher, Erlebniswelten der Hochsensibilität niederzuschreiben, damit die gefühlte Eigenartigkeit normaler werden kann. 

Da hochsensible Menschen eine erhöhte Wahrnehmung besitzen, gibt es für sie Reize, die andere kaum oder gar nicht wahrnehmen. Zum Thema Haut fallen mir da ein paar Beispiele ein, die ich euch näher bringen möchte:

Ich kenne viele hochsensible Menschen, die die Waschzettel von ihren Klamotten abschneiden, weil diese kitzeln und kratzen. Die am hinteren Teil des Kragens stören mich besonders gerne. Am besten finde ich es, sie richtig abzutrennen, damit auch ja nichts überstehen bleibt und auf der Haut scheuert.

Ich habe eine Freundin die es nicht mag, zwischen den Zehen berührt zu werden. Flip Flops sind für sie, durch den Mittelsteg zwischen großem und nächsten Zeh, ein absolutes No Go. Auch bestimmte Stoffe, die synthetisch sind und ein klein wenig hart, erträgt sie nicht auf der Haut. Sie sucht ihre Kleidung vorrangig nach dem Material aus.

Bei mir kratzt Wolle, die für andere noch samtweich erscheint. Wenn ich einen dicken Wollpulli im Winter trage, lege ich mir ein Tuch unter den Kragen, da ich sonst permanent dieses leicht kratzige Gefühl auf der Haut spüre. Mir ist eine Person bekannt, die selbst Samt als unangenehm empfindet.

Wenn ich mir die Haare schneiden lasse, muss ich immer dazu sagen, dass ich empfindsame Kopfhaut habe. Schnell ziept eine Klemme oder das Haarekämmen fühlt sich an, als würde auf meinem Kopf mit einer kleinen Jätekralle umgegraben werden.

Eine Freundin von mir kann man häufig bei einer bestimmten Handlung beobachten: Sie fährt mit einer Hand unter die Kleidung an ihrem Rücken. Sie fischt dort nach einem Haar, dass ihr vom Kopf gefallen ist, nun an der Haut des Rückens klebt und dort juckender Weise sein Unwesen treibt. 

Mir geht es so mit der Vorderseite meines Oberkörpers. Regelmäßig lange ich mit einer Hand von oben in meinen Kragen, um dann nach einem einzelnen Haar zu angeln.

Empfindsam reagiere ich auch auf Luftzug. Ich kann nicht, wie so viele andere, mit heraushängenden und freiliegenden Gliedmaßen schlafen. Da kann es noch so heiß sein – eine Schicht Stoff brauche ich immer, damit die Haut sich nicht kühl anfühlt und ich davon aufwache.

So, wie war das für Dich? Findest Du das eigenartig oder sogar befremdlich? Oder findest Du Dich wieder? Schreibe mir gerne eine E-Mail dazu: kontakt@katharinahoericke.de!

Ansonsten: Wie ok bist Du mit Deinen Eigenartigkeiten? Wie wäre es, Dir zu erlauben, so zu sein, wie Du bist?